"Das Trainerteam ist kein Thema."

Sportchef André Lussmann nimmt Stellung zum Abstieg der ersten Mannschaft in die 2. Liga regional.

FCA Sportchef André Lussmann ist überzeugt, dass Altdorf I aus der ablaufenden Spielzeit für die neue Saison die richtigen Lehren ziehen wird.
Archivfoto: topsportfotografie.ch

Altdorf I steigt aus der 2. Liga interregional ab. Kommt dieser Abstieg für den Verein überraschend?

“Nach dem guten Rückrundenstart vielleicht ja. Aufgrund der letzten Spiele jedoch ist das nun Eingetroffene zwar enttäuschend aber nicht wirklich überraschend. Uns gelang es nicht gegen die direkten Tabellenkontrahenten zu Hause zu gewinnen. Wir wussten, dass in diesen vier letzten Heimspielen über die Ligazugehörigkeit entschieden wird. Wenn du aber alle dieser Direktbegegnungen verlierst, stehst du leider verdientermassen am Ende unter dem Strich.”

In den letzten drei Spielen enttäuschte die Mannschaft von aussen fast durchs Band. Was sind die Erklärungen dafür?

“Dies ist für uns momentan schwierig zu erklären und muss jetzt mit dem Staff intensiv analysiert werden. Entscheidend wird sein im Hinblick für die kommende Saison daraus zu lernen. Ich glaube aber nicht, dass das Team sich frühzeitig aufgegeben hat. Leider konnten die Gegner in den kämpferischen Aspekten und auch in der Effizienz der Chancenauswertung jeweils mehr zusetzen als wir.”

In einer sportlichen Misere, wie sie in den letzten Monaten beim FC Altdorf vorhanden war, ist bei vielen Vereinen auch der Trainer ein Thema. Ist dies auch im Urner Hauptort der Fall?

“Nein, unser Spielertrainer ist für uns kein Thema. Natürlich überlegt man sich in so einer Situation, wo Optimierungen vorgenommen werden können. In den Gesprächen mit der Mannschaft und den einzelnen Spielern haben wir aber ein starkes Vertrauen und eine grosse Überzeugung in das Trainerteam gespürt, so dass wir überzeugt sind mit Samuel Lustenberger als Spielertrainer und Dominic Herger als Coach in der nächsten Saison gut aufgestellt zu sein. Wir von der Sportkommission werden versuchen die Mannschaft in der neuen Spielzeit noch intensiver zu begleiten und zu unterstützen.”

Folgende Personen verlassen den FC Altdorf per Ende Saison (von links): Kevin Epp, Magnum Paulino, Tobias Kirschenhofer, Samuel Baumann, Simon Lustenberger, Toni Pavic und Hanife Ott. Auf dem Bild fehlt: Jérôme Kirschenhofer
Foto: Ronny Arnold

Ändert dieser Abstieg nun etwas an der Kadersituation respektive der Kaderplanung für den FC Altdorf?

“Nein, es ändert sich nicht wirklich was. Die Zuzüge und Abgänge stehen nicht im direkten Zusammenhang mit der Ligazugehörigkeit. Wir werden auch in der 2. Liga regional eine Mannschaft stellen, die qualitativ gut ist und eine gute Substanz und Breite vorweisen kann. Das Kader soll primär aus Urnern bestehen, gespickt mit drei bis maximal vier Auswärtigen die hohe Qualität dazu bringen. Bezüglich der Kaderplanung ist bereits bekannt, dass unser Torhüter Kevin Epp zum SC Buochs in die 1. Liga wechselt. Diese Position konnte bereits neu besetzt werden. Captain Toni Pavic wird aus Motivationsgründen eine Pause einlegen. Simon Lustenberger verlässt die Mannschaft sowohl als Spieler, wie auch als Assistent aus beruflichen Gründen. Samuel Baumann wechselt zum ESC Erstfeld. Die Zusammenarbeit mit Magnum Paulino, Tobias und Jérôme Kirschenhofer wurde unsererseits beendet. Vom SC Cham aus der 1. Liga Promotion wechselt Jessy Nimi zu uns. Jessy Nimi war 7 Saisons Stammspieler bei den Zugern und wir sind überzeugt, dass er für uns ein wertvoller Spieler werden wird. Ob es noch einen weiteren Zuzug gibt ist aktuell noch unklar. Gleichzeitig werden diverse Verletzte und Eigengewächse wieder zurück in die Mannschaft kehren. Auch unsere Masseurin Hanife Ott verlässt uns leider. Hier zeichnet sich aber bereits eine gute Nachfolgelösung ab.”

Wird der FC Altdorf den sofortigen Wiederaufstieg anstreben?

“Unser Ziel wird sein, sich sofort in der 2. Liga regional gut zu etablieren und in den vorderen Tabellenrängen mitzuspielen. Über mögliche konkretere Ziele werden wir frühzeitig informieren.”

Vielen Dank für das Interview!

Ronny Arnold