Eschenbach 0 - 4 Altdorf

Nachdem der FC Altdorf in der ersten Hälfte noch viel Mühe hatte gegen die aufsässigen Luzerner ins Spiel zu kommen, bestimmten die Urner das Geschehen im zweiten Spielabschnitt weitgehend und siegten – auch in dieser Höhe – verdient.

Altdorfs Jamin Schürpf traf bei seinem Pflichtspieldebüt nach langer Verletzung zum Führungstreffer. Foto: FC Altdorf

Altdorfs Jamin Schürpf traf bei seinem Pflichtspieldebüt nach langer Verletzung zum Führungstreffer.
Foto: FC Altdorf

Die Anfangsphase dieser Partie verlief sehr kampfbetont und beidseitig war wenig Zusammenhängendes zu sehen. Erst in der 14. Minute, als der Luzerner Hüter einen Freistoss von Kartal Cil erst im nachfassen behändigen konnte, kam erstmals Torgefahr auf. Danach kamen die Gastgeber dank viel Einsatz und Laufbereitschaft vorübergehend besser ins Spiel und in der 18. Minute zu einer guten Abschlussmöglichkeit. Schliesslich brachten die Altdorfer den Ball aber mit vereinten Kräften wieder aus der Gefahrenzone. Danach entwickelte sich ein richtiger Abnützungskampf und so war es nicht verwunderlich, dass sich der nächste Aufreger in der 32. Minute mitten auf dem Feld abspielte. Pirmin Baumann wurde nahe der Mittellinie von einem Eschenbacher «weggecheckt» und stiess deshalb derart unglücklich mit André Gnos zusammen, dass dieser benommen liegenblieb und schliesslich vom Feld geführt werden musste. Glücklicherweise kam dann aus der Altdorfer Kabine bald Entwarnung und die Altdorfer konnten danach dem Spiel erstmals etwas den Stempel aufdrücken. In der 36. Minute konnte Calderon Mavembo allein Richtung Luzerner Tor ziehen, zeigte sich jedoch zu unentschlossen und konnte im letzten Moment abgedrängt werden. In der 41. Minute zeigte dann Altdorf eine sehr gute Kombination, aber der gute Schuss von Cédric Gisler fiel zu zentral aus und konnte vom Luzerner Hüter behändigt werden. Altdorf blieb nun aber am Drücker und kam in der 44. Minute zum nun verdienten Führungstreffer. Ausgerechnet dem für den verletzt ausgeschiedenen André Gnos eingewechselten Jamin Schürpf gelang es mit einem Schrägschuss sein Team in Front zu bringen. Der Youngster hatte sich, nach monatelanger Verletzungspause wieder herangekämpft und konnte sich mit diesem wichtigen Tor selbst belohnen.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts bäumten sich die Luzerner zwar nochmals auf, aber Altdorf stand hinten sicher, gewann nun im Mittelfeld die meisten Zweikämpfe und bestimmte das Spiel nun je länger desto mehr. In der 53. Minute spitzelte Calderon Mavembo den Ball zwischen zwei Verteidigern durch zum 0:2 ins Netz. Danach hatte Eschenbach nochmals eine gute Phase und in der 58. Minute brauchte es eine gute Parade von Kevin Epp, der den Ball via Pfosten zur Ecke lenkten konnte, um den Anschlusstreffer der Luzerner zu verhindern. Danach lief das Spiel aber wieder mehrheitlich Richtung Eschenbacher Tor und spätestens in der 74. Minute, als Pirmin Baumann eine Unsicherheit der Luzerner Deckung geschickt ausnutzte und zum 0:3 einschoss, war der Widerstand der Luzerner gebrochen. Altdorf kam nun immer wieder zu guten Szenen. In der 80. Minute gelang Samuel Lustenberger mittels herrlichem Freistoss das 0:4 und drei Minuten später wäre Nachwuchsspieler Samuel Baumann beinahe sein erstes Tor im Fanionteam gelungen. Leider landete der Ball nur am Pfosten.

So konnte Altdorf schliesslich den Platz als verdienter Sieger verlassen. Auch wenn es für die Urner beinahe «Pflicht» war gegen den nun abgeschlagenen Tabellenletzten zu gewinnen, es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wie schon gegen Paradiso zeigten sich alle Akteure gewillt diese «Arbeit» auch zu tun, um über den Kampf zum Spiel zu finden. Mit dieser Einstellung und diesem Willen liegt sicher auch gegen härtere Gegner, als es Eschenbach an diesem Samstag war, etwas drin und das Ziel Ligaerhalt kann erreicht werden.

200 Zuschauer
SR Azevedo
Weiherhus

FC Altdorf
Kevin Epp
Toni Pavic
André Gnos (32. Jamin Schürpf)
Marco Asaro
Nino Poletti
Magnum Paulino
Cédric Gisler (85. Roko Urlic)
Kartal Cil (70. Samuel Baumann)
Calderon Mavembo
Pirmin Baumann
Jérôme Kirschenhofer (60. Samuel Lustenberger)

Autor Peter Fedier

Ronny Arnold