Sempach 0 - 1 Altdorf

Es war ein kurioses Spiel, das man zum Vorrundenabschluss am Sempachersee sah. Zum einen gab es sehr viele Strafraumszenen - die Torhüter wurden aber kaum einmal richtig geprüft – und zum andern hatte Sempach viel mehr Ballbesitz und Spielanteile, die klareren Torchancen schuf sich aber Altdorf.

Die beiden Nummern 7 im Zweikampf. Sempachs Lika und Altdorfs Gnos.
Foto: FC Altdorf

Die Einheimischen starteten wie die Feuerwehr und in den ersten zehn Minuten kam Altdorf kaum einmal hinten heraus. Schon in dieser Phase, wie schlussendlich über das ganze Spiel, zeigte sich aber Sempach im Angriff zu ungestüm und zu wenig zielstrebig und die Altdorfer Abwehr sehr sattelfest, so dass die Luzerner zu keinen echten Torchancen kamen. Ausnahme in der 12. Minute, als ein Sempacher allein Richtung Altdorfer Tor loslaufen konnte, den Ball über den Torhüter, aber auch über das Urner Tor hob. Nach einer guten Viertelstunde kam dann auch Altdorf ab und zu zu vereinzelten Angriffen und von der 16. bis zur 25. Minute sogar zu einer kleinen «Druckphase», in der die Stürmer jedoch entweder den Ball nicht richtig oder das Tor nicht trafen. In der 26. Minute hatte dann Sempach eine gute Gelegenheit. Zuerst konnte der Schuss eines Luzerners im letzten Moment abgeblockt werden und in derselben Situation traf ein Luzerner mit seinem Nachschuss einen Mitspieler, so dass der Ball in Behind ging. Auch danach lief das Spiel mehrheitlich Richtung Altdorfer Tor. Richtig gefährlich wurde es, aber nach wie vor selten, nur auf der Gegenseite. In der 31. Minute setzte sich Pirmin Baumann auf der rechten Seite einmal mehr gut durch, aber wie zuvor Calderon Mavembo zeigte sich diesmal Ali Mourad zu unentschlossen, um den idealen Rückpass zum Führungstreffer zu verwerten. Danach stürmten die Luzerner aber wieder an. Weil sich aber alle Mittelfeldspieler Altdorfs, bei Eckbällen sogar die Stürmer, an der Abwehrarbeit beteiligten, überstanden die Urner diese Phase schadlos. In der 2. Minute der Nachspielzeit kamen die Gäste dann gar – entgegen dem Spielverlauf – zum Führungstreffer. Pirmin Baumann setzte sich im Strafraum erst gut durch, wurde dann aber von einem Verteidiger von den Beinen geholt und Calderon Mavembo verwertete den fälligen Elfmeter sicher.

Der zweite Spielabschnitt verlief dann grossmehrheitlich nach demselben Muster. Sempach kampfstark, viel mehr am Ball und im Angriff. Altdorf mit vielen Fehlpässen und Missverständnissen, kämpfte und lief aber viel, und konnte zum einen die Gefahr vom eigenen Tor weghalten und kam zum andern je länger die Partie dauerte, desto mehr zu gefährlichen Gegenangriffen. Aber entweder hatten die Urner Pech im Abschluss, wie in der 67. Minute Cédric Gisler, dessen Schuss der Torhüter im letzten Moment mit einer Fussabwehr entschärften konnte, oder man agierte in einigen Situationen zu überhastet, um den beruhigenden zweiten Treffer zu erzielen. Schliesslich blieb es dann beim knappen Auswärtssieg Altdorfs nach einer Partie, in der den Urnern vieles misslang und wenig zusammenpasste.

Aber wie Coach Dominic Herger nach der Partie wohl richtig meinte: «Wichtig sind die drei Punkte, die wir uns diesmal buchstäblich erkämpften. Es gab ja auch schon Partien, wo wir spielerisch klar besser waren als der Gegner und Punkte liegen liessen.»

FC Altdorf

Kai Nicolas Stutz
Dario Zgraggen
André Gnos (46. Nino Poletti)
Marco Asaro
Kartal Cil
Samuel Lustenberger
Cédric Gisler (92. Lars Zgraggen)
Ali Mourad (67. Markus Zurfluh)
Jessy Nimi
Calderon Mavembo
Pirmin Baumann (87. Hüseyin Cil)

Autor Peter Fedier

Eine ausführliche Vorrundenanalyse folgt im Verlauf dieser Woche.

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